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Deutsche Meisterschaft 2007 Lohr/M.


2007 … Weiterhin auf der Überholspur

Ein Bericht von Jörg Falkenstein über das DM-Gemeinschaftsfischen mit dem Friedfischexperten Michael Junk, der ein aktives Mitglied des ASV Eisvogel Birstein-Steinau ist.

Am 25 – 26.05.07 fand das diesjährige Gemeinschaftsfischen in Lohr statt, wo 55 Teilnehmer geladen waren. Viele Angler reisten bereits Montags an um noch mal die Chance zu nutzen an den zwei unterschiedlichen Sektoren bis Donnerstag zu trainieren, da am Freitag die Sektoren gesperrt waren. Am Freitagabend war dann die offizielle Begrüßung mit anschließender Ziehung der Sektoren für beide Tage. Der 1. Durchgang am Samstag wurde mit der Unberingten-Stipprute 13m Begrenzung gefischt und der 2. Durchgang am Sonntag mit der Rolle hier konnte man sich zwischen Bolo, Match und Feedern entscheiden.

Frage: Michael was macht  man in diesen vier Tagen ?

Wie gesagt, es waren zwei unterschiedliche Sektoren. Der Sektor B war unterhalb der Lohrerbrücke und Sektor A war 2 km Richtung Gemünden unterhalb der Schleuse. Durch den Schleusenverkehr musste man sich dort auf wechselnde Strömung einstellen und somit verschiedene Posengewichte ausprobieren. Des Weiteren war der Sektor nicht gerade wie Sektor B, sondern machte ab Mitte des Sektors eine leichte Linkskurve, wo man wiederum weniger Strömung hatte. Auch musste man schauen, ob man überwiegend Rotaugen oder Brassen fängt, dies war dann wichtig für die Futterzusammensetzung und andere Faktoren. Mit den gewonnenen Erkenntnissen der 4 Tage baut man sich dann seine Strategie für die zwei Durchgänge auf.

Frage: Wie sah deine Strategie für die zwei Durchgänge aus?

Da in den vier Tagen hauptsächlich Rotaugen gefangen wurden und nur vereinzelt Brassen, habe ich mich für eine Futtermischung  für Rotaugen entschieden und gerade für den ersten Tag habe ich 6 Kits vorgesehen mit Posengewichte von 3, 6, 8, 10 gr. und zwei Lutscherposen mit 20 und 25 gr. für den Fall das doch Brassen auf dem Futterplatz kommen und um den Köder ruhiger und verzögert zu präsentieren. Ich entschied  mich für die Anfütterung mit dem Polecup mit wenig Lebenköder (Maden, Caster, Wurm) am Anfang.

Für den zweiten Durchgang habe ich mich für das Feedern auf eine Distanz von 30 m entschieden, da die Strömung einfach zu stark war für die Match und Bolo Variante. Da im ersten Durchgang vereinzelt schöne Brassen von über 2 Kg gefangen wurden, habe ich mich für ein Allroundfutter entschieden.

Frage: Wie ist der Ablauf bei so einem Event in dieser Größenordnung

Die Organisatoren haben natürlich viel Vorarbeit zuleisten, von Hotelreservierung, die passenden Sektoren zu finden die jedem Angler die gleichen Möglichkeiten und Bedingungen  geben und noch vieles mehr. Für diese tolle Leistung möchte ich mich nochmals bei den Organisatoren bedanken, die wirklich bis ins kleinste Detail alles geplant hatten. Des Weiteren möchte ich mich nochmals für die tolle Leistung des ASV Birstein-Steinau bedanken, der verantwortlich war für den Fischtransport. Wie bereits erwähnt, war dann am Freitagabend die Begrüßung und die Sektorenverlosung wo jeder Angler einzel aufgerufen wurde um danach seine Lose für die Sektoren zu ziehen. Ich zog für den ersten Tag Sektor A und musste dann automatisch am zweiten Tag in Sektor B aus meiner Sicht war dieses Ok. Mir war aber auch bewusst, dass man einen sehr hohen Startplatz dort benötigt um nicht auf der Geraden Richtung Schleuse zu sitzen. Danach wartet man gespannt auf dem Aushang der einzelnen Sektoren um zu sehen, welche Topangler mit einem im Sektor sitzen, bevor man sich wieder an die Vorbereitung begibt wie z.B. das Futtermischen usw.

Am nächsten Tag nach dem Frühstück ist dann jedem Angler die Anspannung anzusehen, jetzt werden wieder alle Angler einzeln aufgerufen um nun den Startplatz zu ziehen. Leider hatte ich an diesem Tag kein glückliches Händchen und zog den Startplatz Nr. 9 also auf der Geraden Richtung Schleuse. Den Startplatz durfte man ab 8 Uhr Betreten und hatte bis 9.55 Uhr Zeit sein Sachen aufzubauen. Ab 9.55 Uhr ertönt das erste Signal was bedeutet, das man fünf Minuten mit beiden Händen anfüttern darf bis das zweite Signal ertönt, danach darf nur noch mit einer Hand gefüttert werden.

Es dauerte wirklich sehr lange bis ich den ersten Fisch bekam wo ich aber nicht der einzige auf der Geraden war, danach fing ich konstant meine Rotaugen. Nach vier Stunden und 55 min ertönt das dritte Signal was bedeutet, dass die letzten fünf Minuten angebrochen sind und bevor dann das vierte Signal ertönt und somit das Fischen beendet ist. Jetzt kam die Stunde der Wahrheit, ich wusste, dass ich nicht mit den hohen Startnummern (13 – 27), die nach der Linkskurve gesessen haben, mithalten konnte, dafür hatten wir einfach viel zu viel Strömung wo wir teilweise bei Öffnung der Schleuse mit dem schweren Lutscher fischen mussten. Trotz allem belegte ich doch noch den siebten Platz, mit dem ich sehr zufrieden sein musste und somit doch noch einige Angler mit hohen Startnummern hinter mir lassen konnte.

Nach fünf Stunden Angeln bei 28 Grad im Schatten war man dann auch fertig, aber man musste ja wieder alles abbauen und wieder im Auto verladen und zum Hotel fahren um dort wieder alles vorzubereiten für den nächsten Tag. Mir war nun klar, dass ich am nächsten Tag unter die ersten 4 kommen musste um überhaupt noch mein Ziel unter die Besten 6 zukommen erreichen zukönnen.

Am nächsten Tag zog ich den Startplatz 12, also wieder nicht bei den hohen Startplätzen dabei. Jetzt konnte mir nur noch ein bisschen Glück helfen damit ich noch mein Ziel erreichen konnte. Dazu kam noch übernacht der Wetterumschwung hinzu, es wurde wesentlich kälter und es war Gewitter und Regen angesagt. In unserem Sektor haben sich alle für die Feeder Variante entschieden was auch richtig war, denn die Strömung hatte zugenommen. Im Gegensatz zum Vortag hatte ich bereits nach einer viertel Stunde den ersten Biss und Fisch, danach verlor ich vier Fische in Folge wo jedes Mal das Vorfach gerissen war. Danach fischte ich mit 18er statt 14er Vorfächer und konnte die Fische wieder sicher im Kescher landen. In den ersten zwei Stunden fing ich nur schöne Rotaugen bis auf einmal die Brassen am Platz waren wo ich dann noch zwei schöne Exemplare von über 2 kg fangen konnte und noch zwei schöne Brassen verloren habe.

Nach fünf Stunden Fischen, kam nun endlich die Stunde der Wahrheit und ich wurde im Sektor vierter und wurde vom Drittplatzierten mit 60 Gramm geschlagen, der Zweitplatzierte hatte grade mal 150 Gramm mehr. Jetzt musste man abwarten wie die ersten sechs vom Vortag an diesem Tag abgeschnitten hatten. Aber schnell wurde klar, dass ich mein Ziel für diesen Event erfüllt hatte und somit im September für den Nationalkader beim EM-Gemeinschaftsfischen Nummeriert wurde.

Frage: Bleibt eigentlich noch Zeit an unseren Vereinsgewässern zu fischen?

Wenn es die Zeit zu lässt, angel ich sehr gerne an unseren Vereinsgewässern, wo man hin und wieder alte Freunde trifft. Ich schätze sehr die Kameradschaft in diesem Verein und wir haben ja wirklich schöne und ausreichende Gewässer wo wir angeln können.

Frage: Wie siehst Du die Chancen für das diesjährige EM-Gemeinschaftsfischen?

Das ist eine Gute Frage Jörg!! Da dieser Event nach langer Zeit mal wieder in Germany ausgetragen wird und wir somit mal einen Heimvorteil haben, muss man trotz allem die anderen Länder nicht unterschätzen wie z.B. England, Italien, Frankreich und Holland, die auch sehr gute Angler in Ihrem Kader vorweisen können. Ziel ist es aber das man mit der Mannschaft und im Einzel ganz weit vorne dabei ist…

Ich möchte mich bei Dir Michael ganz herzlich bedanken für das tolle Interview und wünsche Dir weiterhin Petri Heil und bleib weiter auf der Überholspur.

Jörg Falkenstein

Webmaster ASV Birstein


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